Geschichte der Schnitzerfreunde Flums

Einige Flumser Schnitzer, welche sich schon seit längerer Zeit von ihrer Tätigkeit bei der Fasnachtsgesellschaft kannten, befassten sich im Spätherbst 1991 mit dem Gedanken, zukünftig gemeinsam zu schnitzen. Die Idee stiess allseits auf grosses Interesse, so dass am 21. Dezember 1991 die Gründungsversammlung abgehalten werden konnte. Der Statutenentwurf wurde dann sehr intensiv und eingehend diskutiert, war doch den Gründungsmitglieder bewusst, dass die Aufgabe dieses Vereins insbesondere der Pflege und Aufrechterhaltung der tief verwurzelten Schnitzer-Tradition dienen soll.

Am 15. April 1992 hiessen die Gründungsmitglieder die massgebenden Statuten gut.

Bereits am 15. April 1992 wurde bezüglich der Traditionspflege ein erster Schritt getan und zwar mit der Gründung eines Organisationskommitées für die Internationale Holzmasken-Ausstellung vom November 1992 in Flums. Rund 15 OK-Sitzungen und viel, sehr viel Enthusiasmus führten dann auch zu einem überwältigenden Erfolg. Dadurch rückte Flums aus internationaler Sicht ins Zentrum der Holzmasken-Schnitztradition. Ausführliche Berichte in den Schweizer Zeitungen und mehreren Fernseh- und Radiostationen unterstrichen unser Unterfangen.

In den Jahren darauf folgten dann viele öffentliche Auftritte der Schnitzerfreunde Flums, wie die alljährliche Hobby- und Freizeitausstellung im Hotel Bahnhof und im Kirchgemeindesaal, Ausstellungen im Regierungsgebäude St. Gallen, im Seedammcenter Pfäffikon und im Volkiland Volketswil, im Stadtmuseum Winterthur bis hin zur Ausstellung anlässlich der Eröffnung Touristikregion Heidiland vom Juni 97 in Flums.

Im November 97 waren anlässlich einer Welt-Maskenausstellung in New Dehli unter dem Patronat der Kultusministerin Indiens zwei unserer Holzmasken zu sehen.

Durch die verschiedenen öffentlichen Auftritte der SFF stieg der Bekanntheitsgrad in erfreulichem Masse. So schnitzten wir in den vergangenen Jahren eine grosse Anzahl Holzlarven im Auftrag für Preisgaben von verschiedenen Grossanlässen wie die Schweiz. Skimeisterschaft der Herren, diverse FIS-Rennen, das Frühjahr-Schwingen, usw. usw.. Unsere Holzmasken sind inzwischen rund um den Globus verstreut, so z.B. Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Belgien, USA, Hawaii, Indien, Japan uvm. Wir freuen uns aber, wenn wir wieder einmal nur für uns selbst schnitzen können.

Da sich die Schnitzerfreunde Flums ein weiteres Ziel, wie die Durchführung von Volksschnitzkursen gesetzt haben und entsprechender Platzbedarf bestand, suchten wir einige Zeit nach einem geeigneten Clublokal. Unser Suchen wurde belohnt. Im Frühjahr 1995 stellte uns der FC Flums und die Ortsgemeinde Flums-Dorf das alte FC-Clubhaus zur Verfügung. Damals gab es 2 Varianten für das verlassene FC-Gebäude: Abbruch oder Totalrenovation. Die SFF waren sich aber schnell einig. Die Gelegenheit wurde beim Schopf gepackt und die alte FC-Baracke innert gut 1 ½  Jahren in ein neues Schnitzerfreunde-Clubhaus umgebaut. Rund 3'500 Frondienststunden und einiges an finanziellem Aufwand waren nötig, um unserem neuen Clubhaus das heutige Aussehen zu verleihen.

Unser neues „Schnitzerhöckli“ bietet nebst heimeliger Clubecke, Küche, WC und Werkstatt, Raum für rund 15 Schnitzplätze. Dank den heutigen Platzverhältnissen können Schnitzkurse für jedermann angeboten werden.


Die Realisation dieses Clubhauses wäre für den damals so jungen Verein ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, hätten wir nicht auf die grosszügige Unterstützung der Gemeinde Flums, des FC Flums, der drei Ortsgemeinden und der vielen Gönner zählen dürfen. All diesen gutgesinnten Geistern sei an dieser Stelle einen herzlichen Dank ausgesprochen.